Mitten im Sommer läuft in den Weihnachtsbaumkulturen längst die wichtigste Phase des Jahres. „Während viele Menschen ihren Sommerurlaub planen, arbeiten wir bereits für das Weihnachtsfest. Der Regen der vergangenen Monate hat unseren Kulturen gutgetan. Die Bäume entwickeln sich so, wie wir es uns wünschen“, sagt Eberhard Hennecke, Vorsitzender des Bundesverbands der Weihnachtsbaumerzeuger.
Die Kulturen wachsen derzeit in ihre typische Form hinein, werden gepflegt, freigestellt und für die Ernte im Spätherbst vorbereitet. Viel Handarbeit sorgt dafür, dass die Bäume im Dezember so aussehen, wie Familien sie sich wünschen.
Zur Jahresmitte ziehen die produzierenden Betriebe also eine erste Zwischenbilanz – und die fällt 2026 gut aus. Die Kombination aus ausreichenden Niederschlägen und milden Temperaturen hat für gute Wachstumsbedingungen gesorgt. Parallel zur guten Entwicklung in den Kulturen beobachten die Betriebe auch eine stabil bleibende Nachfrage für den natürlichen Weihnachtsbaum beim Endverbraucher – auch wenn sich der Markt insgesamt spürbar verändert, denn die Erzeuger stehen vor strukturellen Herausforderungen: Steigende Kosten in Logistik, Energie und Betriebsmitteln belasten die Produktion, und immer mehr Betriebe finden keine Nachfolger. Die Zahl der Anbieter sinkt, während der Aufwand in den Kulturen unverändert hoch bleibt.
Trotz dieser Herausforderungen halten die Weihnachtsbaumerzeuger an einem breiten Sortiment fest. Denn ein natürlicher Weihnachtsbaum ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit – und vieler Handgriffe. Freistellen, Formen, Pflegen: All das passiert im Sommer, Baum für Baum. Diese Sorgfalt wird sich auch 2026 im Angebot widerspiegeln. Unterschiedliche Größen, Qualitäten und Preisklassen werden verfügbar sein, damit weiterhin jede Familie den passenden Baum findet.
„Wir sehen steigende Kosten in verschiedenen Bereichen. Gleichzeitig ist es unser Ziel, für jede Familie den passenden Baum anzubieten. Ob groß oder klein – ein Weihnachtsbaum soll für alle bezahlbar bleiben“, so Hennecke weiter.
Sechs Monate vor dem Fest senden die Weihnachtsbaumerzeuger damit ein klares, aber realistisches Signal: Die Kulturen stehen gut da, auch wenn die Rahmenbedingungen anspruchsvoll bleiben. Umso wichtiger ist die Wertschätzung für echte Weihnachtsbäume aus regionaler Erzeugung. Denn ihre Geschichte beginnt lange vor dem Advent, mitten im Sommer, mit viel Handarbeit und dem Engagement der Betriebe, die das Weihnachtsfest vieler Familien möglich machen.