Bald beginnt die Weihnachtsbaumsaison – was machen die diesjährigen Temperaturen mit den Bäumen? Ein aktueller Blick auf die Lage.

Die außergewöhnlich hohen Temperaturen dieses Jahres sind auch an den Weihnachtsbaumkulturen nicht spurlos vorüber gegangen. In einigen Regionen Deutschlands blieb seit Mai jeder Niederschlag aus, erstaunlicherweise sieht die Situation nur ca. 30 km mancherorts dann schon wieder ganz anders aus. Wenige Kilometer machen also große Unterschiede aus. Das erschwert die Einschätzung der Gesamtlage für den deutschen, natürlichen Weihnachtsbaumanbau zurzeit. Regionalen Berichten zufolge haben Erzeuger aus besonders trockenen Lagen Ausfälle bei den diesjährig gepflanzten Jungpflanzen zu verzeichnen. Ähnliche Rückmeldungen kommen auch aus Irland und Österreich. Und die im Vorjahr gesetzten Pflanzen zeigen teilweise Trockenheitsschäden, wenn sie über Monate ohne Regen standen.

Wie sieht es aber bei den Bäumen für das kommende Weihnachtsfest aus?
Bei den für diese Saison vorgesehenen Bäumen zeigen sich je nach Region und Bundesland sehr unterschiedliche leichte Trockenheitsschäden und Sonnenverbrennungen an den Zeigen. Insgesamt ist es erstaunlich wie robust die Weihnachtsbäume dastehen, das ist wahrscheinlich auf den ausreichend feuchten Frühling zurück zu führen.

Der Favorit bei den Kunden ist immer noch die Nordmanntanne und diese steht grün und bereit für das Weihnachtsfest in den Kulturen.  Welche langfristigen Auswirkungen die Ausfälle der Jungpflanzen haben, wird sich erst in sieben bis acht Jahren zeigen, wenn die Erntejahre dieser Pflanzzeiten beginnen. Sicher ist aber, der natürliche grüne Weihnachtsbaum wird, wie schon seit Jahrhunderten, wieder in den Häusern stehen können und für Festtagslaune sorgen.