FAQ – Häufige Fragen

WANN WERDEN WEIHNACHTSBÄUME GEERNTET?

Die Ernte beginnt um den 15.November und läuft dann je nach Bedarf bis kurz vor Weihnachten.

SIND DIE MITTE NOVEMBER GEERNTETEN BÄUME ZUM FEST NOCH FRISCH?

Wichtig ist der sorgsame Umgang mit den Bäumen, insbesondere das so genannte „Abgasen“. Weihnachtsbäume produzieren bei der Ernte Äthylengas, das den Reifeprozess beschleunigt. Das ist beispielsweise bei Äpfeln auch der Fall. Um diesen unerwünschten Reifeprozess zu vermeiden, werden die Bäume ein paar Tage liegen gelassen und dann erst eingenetzt. Wenn die Grundregeln beachtet werden, hält sich ein Baum ohne Probleme die gesamte Weihnachtszeit frisch.

WORAN ERKENNT MAN QUALITÄT UND FRISCHE EINES WEIHNACHTSBAUMES?

Ein Baum guter Qualität besitzt eine gleichmäßige und runde Wuchsform, unverletzte Zweige ohne Schleifspuren und einen geraden, aufgeputzten Stamm mit gerader Schnittfläche. Die Frische erkennt man am Glanz der Nadeln und einer nicht ausgetrockneten Schnittstelle.

WIE SOLLTE DER BAUM NACH DEM KAUF BIS ZUM FEST AUFBEWAHRT WERDEN?

Der Baum sollte möglichst im Netz an einer sonnen- und windgeschützten Stelle im Freien oder in einer kühlen Garage, aufbewahrt werden. Um das Austrocknen des Baumes zu verhindern, sollte er in einen Eimer Wasser gestellt und vorher 2 bis 3 cm angeschnitten werden.

EIGNEN SICH ALLE BAUMSORTEN ALS WEIHNACHTSBAUM IM TOPF?

Sofern sie einen genügend großen, baumschulmäßigen Wurzelballen haben, spielt die Sorte keine so große Rolle. Die meisten Weihnachtsbäume im Topf sind allerdings nur ausgestochen, d.h. die Wurzeln sind durchtrennt und nicht wie bei Baumschulware durch mehrfaches Verpflanzen kompakt gehalten. Besonders gut eignen sich Blaufichten als sogenannte Flachwurzler, da hier die Wurzeln ohne allzu große Schäden mit dem Spaten abgetrennt werden können. Die Anwuchswahrscheinlichkeit ist deshalb bei Blaufichten relativ hoch. Grundsätzlich gilt die Faustregel: Je kleiner der Baum, desto weniger Wurzeln werden verletzt und um so größer ist die Anwuchschance.

WIE GEFÄHRLICH SIND STRENGE WINTER FÜR DIE BÄUME?

Winterfrost ist für größere Gehölze kaum ein Problem. Junge Bestände sind dagegen bei langem strengen Frost gefährdet. Die Bäume schaffen es dann nicht, Wasser und Nährstoffe in die Äste zu transportieren und vertrocknen ganz oder teilweise. Besonders gefährlich sind die späten Fröste im Frühjahr. Die Bäume haben zu diesem Zeitpunkt häufig schon ausgetrieben und der Frost zerstört die noch jungen Triebe. Der Baum bildet zwar Ersatztriebe, diese führen jedoch meist zu einem unförmigen Wuchs. Diese Bäume sind in der Regel unverkäuflich.

DIE PREISE FÜR WEIHNACHTSBÄUME WAREN IN DEN LETZTEN JAHREN RECHT STABIL. BLEIBT DAS SO?

Der Weihnachtsbaum erfreut sich seit Jahren einer stabilen Nachfrage. Das Angebot konnte die Nachfrage meist gerade decken. Die dänischen Produzenten haben den Anbau vor Jahren eingeschränkt und die Exporte nach Deutschland zurückgefahren. Auch für die Saison 2015 ist mit nachfragegerechtem Angebot und anhaltend stabiler Preistendenz zu rechnen.

WIE VIEL GEBEN DIE DEUTSCHEN FÜR DEN WEIHNACHTSBAUM AUS?

In der Saison 2014 haben die Verbraucher für ihren Weihnachtsbaum im Durchschnitt 31,30 € ausgegeben. Das Weihnachtsgeschäft wird über alle Branchen hinweg auf insgesamt rd.17 Mrd. Euro geschätzt. Der Anteil des Weihnachtsbaumes zählt mit nicht einmal 4% zu den bescheidenen Ausgabenpositionen des Festes.

WIE IST DIE WEIHNACHTSBAUMKULTUR NACH ÖKOLOGISCHEN ASPEKTEN ZU BEWERTEN?

Verglichen mit derzeit üblichem Ackerbau ist der Einsatz von Düngemitteln sehr gering, Pflanzenschutzmittel sind häufig nicht erforderlich, bzw. werden nur punktuell eingesetzt. Bedingt durch diese extensive Nutzung der Flächen und die lange Produktionszeit von 9 bis 10 Jahren auf einem Quartier, entstehen für viele Lebewesen und Pflanzen sehr günstige Bedingungen und es entwickelt sich eine artenreiche Fauna und Flora.

REGIONALE LEBENSMITTEL SIND GEFRAGTER DENN JE. IST DAS AUCH BEI WEIHNACHTSBÄUMEN SO?

Auch bei Weihnachtsbäumen achten immer mehr Verbraucher auf die Herkunft. Laut einer vom Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger, BWS, in Auftrag gegebenen repräsentativen Verbraucherstudie spielte 2014 mittlerweile für 53% der Verbraucher eine entscheidende Rolle, dass der Baum „hier aus der Region“ stammt.